Verlegung im Innenbereich Natursteinfliesen

Dickbett

Dickbettverlegung Natursteinfliesen

Die Dickbettverlegung, also das Verlegen in Zementmörtel auf meist frischer Lastverteilungsschicht, ist als die klassische Verfahrenstechnik von Natursteinbelägen anzusehen. Sie ist eine nach wie vor recht häufig angewandte Methode zum Einbau von Marmor- und Granitbelägen im Innen- und Außenbereich.

Das liegt in erster Linie daran, dass großformatige Platten, z.B. Bahnenware in 2 cm Stärke, produktionstechnisch bedingt relativ große Sägetoleranzen aufweisen, die Kleben unmöglich machen. Desweiteren ist der Preis pro qm fertigverlegter Belagsfläche etwas günstiger.

Die Dickbettverlegung hat auch den Vorteil, dass die komplette Belagskonstruktion in einem Arbeitsgang hergestellt wird und somit nur ein Unternehmer erforderlich ist. Der tragende Unterbau, den beim Klebeverfahren der Estrich bildet, wird bei der Vermörtelung in Form einer steifplastischen Lastverteilungsschicht während der Verlegung eingebaut.

Kontakt- bzw. Haftschlämmen aus purem Zement und Wasser dürfen keinesfalls eingesetzt werden! Sie stellten in dreierlei Hinsicht eine schadensträchtige Konstruktion dar:

  1. Hohe Schwindspannungen können einen Haftungsabriss herbeiführen.
  2. Reine Zementschlämmen verursachen ideale Bildungsbedingungen für Calcium-Karbonat-Ausblühungen.
  3. Sie verfügen über eine ausgeprägte Kapillarität und verhindern daher nicht das Aufsteigen löslicher anorganischer und organischer verfärbungsintensiver Substanzen aus dem Unterbau zur Belagsoberfläche.

Das Schließen der Fugen darf erst nach ausreichender Zurücktrocknung des Unterbaus erfolgen, da ansonsten ein erhöhtes Verfärbungsrisiko besteht. Die Austrocknungszeit hängt von der Aufbauhöhe ab und beträgt in aller Regel ca. vier Wochen.

Hinweise zur Verfugung finden Sie hier.